Veröffentlicht am 27. Mai 2011 von stilledesherzens
Am Sonntag, dem 26.6.2011 gibt es wieder ein Songs of the soul – Konzert in München.
Bei den beliebten Songs of the Soul-Konzerten interpretieren verschiedene Musikgruppen auf einzigartige Weise die spirituelle Musik Sri Chinmoys (1931 – 2007). Sri Chinmoy war ein spiritueller Lehrer, für den Musik ein wichtiger Bestandteil der spirituellen Praxis war, da seelenvolle Musik in der Lage ist, das Bewusstsein des Zuhörers in eine „höhere“, göttliche Dimension zu führen, was sonst in der Regel nur durch Meditation oder Gebet gelingt.
Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre gibt es heuer drei Songs of the soul-Konzerte in Deutschland, und zwar am 25.6. in Augsburg, am 26.6. in München und am 6.11. in Berlin.
Tickets für das Münchener Konzert erhalten Sie im Oneness-World in der Kreuzstr. 4 in München, für das Augsburger Konzert im Cafe Cosmos-Heart in der Traunerpassage in Augsburg.
Veröffentlicht am 9. November 2010 von stilledesherzens
Das Reisen auf indischen Straßen ist eine nahezu psychedelische Zaubermischung aus Klängen, Spektakeln und Erlebnissen. Es ist oft herz-zerreissend, manchmal außerordentlich komisch, meistens erheiternd, stets unvergesslich, und – wenn man sich selbst auf der Straße befindet – äußerst gefährlich. Die meisten indischen Verkehrsteilnehmer halten sich an eine Version der Straßenverkehrsordnung, die auf einem Sanskrit-Text basiert.
Diese Gesetze werden nun zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht.
Artikel I
Die Annahme der Unsterblichkeit gilt als Grundvoraussetzung für alle Verkehrsteilnehmer. Artikel II
Der indische Straßenverkehr ist, so wie auch die indische Gesellschaft, in ein striktes Kastensystem unterteilt. Die folgende Reihenfolge muss zu allen Zeiten beachtet werden. In absteigender Folge muss den nachstehenden Teilnehmern Vorfahrt gewährt werden.
Sämtliche bereifte Fahrzeuge sollten gemäß folgender Maxime geführt werden: Langsam fahren ist eine Schande, Bremsen bedeutet Versagen, Anhalten gleicht einer Niederlage. Dies ist das Mantra indischer Autofahrer.
Artikel IV
Anwendung der Hupe
(auch als akustisches Schutzblech oder Klang-Amulett bekannt):
IV, 1 a-cAutos:
Kurze (eindringliche) Hupsignale signalisieren Überlegenheit (zum Verjagen von Hunden, Rikschas und Fußgängern).
Lange (verzweifelte) Hupsignale kennzeichnen ein Flehen ( an den entgegenkommenden Lastwagen: „Ich fahre zu schnell um anzuhalten. Wenn du also nicht langsamer wirst, werden wir beide sterben.“)
In Extremsituationen kann dies durch hektisches Aufblenden begleitet werden.
Einzelne (gelegentliche) Hupsignale bedeuten: „Ich habe jemanden aus der etwa 1 Milliarde großen indischen Bevölkerung gesehen, den ich kenne“, „Es befindet sich ein Vogel auf der Straße, der bei meiner Geschwindigkeit die Schutzscheibe durchschlagen könnte“ oder „Ich habe meine Hupe seit mehreren Minuten nicht benützt“.
IV, 2 a-cLastwagen und Busse:
Sämtliche Hupsignale haben die gleiche Bedeutung, nämlich: „Ich habe ein Gesamtgewicht von etwa 12,5 Tonnen und habe nicht im Entferntesten die Absicht zu bremsen, selbst wenn ich könnte“. Dieses Signal kann durch Benutzung des Aufblendlichts unterstrichen werden.
Artikel IV unterliegt der Rangordnung aus Artikel II.
Artikel V
Sämtliche Ausweichmanöver, der Einsatz der Hupe etc. sollten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt aufgeschoben werden.
Artikel VI
Im Falle der Abwesenheit von Sicherheitsgurten (also immer) sollten sämtliche Fahrzeuginsassen Girlanden aus Ringelblumen tragen. Diese sollten während der gesamten Fahrt angelegt bleiben.
Artikel VII
Vorfahrtsregelung:
Verkehrsteilnehmer, die von links kommen, haben stets Vorfahrt. Ebenso Verkehrsteilnehmer, die von rechts oder von der Mitte kommen.
Spurverhalten:
Alle indischen Verkehrsteilnehmer sollten sich, ungeachtet der Fahrtrichtung, stets in der Mitte der Straße aufhalten.
Artikel VIII
Kreisverkehr: In Indien gibt es keinen Kreisverkehr. Scheinbare Verkehrs-inseln in der Mitte von Kreuzungen erfüllen keine verkehrsspezifischen Funktionen. Alle anderen Eindrücke sollten ignoriert werden. Artikel IX
Überholen ist zwingend vorgeschrieben. Jedes sich bewegende Fahrzeug hat jedes andere, sich in Bewegung befindliche Fahrzeug zu überholen, egal, ob dieses Fahrzeug einen selbst gerade erst überholt hat oder nicht. Überholmanöver sollten nur in geeigneten Situationen unternommen werden, wie zum Beispiel bei starkem Gegenverkehr, vor unübersichtlichen Kurven, an Kreuzungen oder mitten in Ortschaften. Der Abstand zwischen Ihrem und dem überholten Fahrzeug sollte dabei 5 cm nicht überschreiten – 2,5 cm im Falle von Fahrradfahrern und Fußgängern.
Artikel X
Nirvana kann durch den Frontalzusammenstoß erlangt werden.
Artikel XI
Rückwärtsfahren: Nicht weiter zutreffend, da kein Fahrzeug in Indien über einen Rückwärtsgang verfügt.
Veröffentlicht am 2. November 2010 von stilledesherzens
University of Maryland; College Park, Maryland, USA
18. Oktober 1975
Rede von Sri Chinmoy
Now – Jetzt. „N“ repräsentiert Notwendigkeit. „O“ repräsentiert Einssein (Oneness). „W“ repräsentiert wann. Wann müssen wir die höchste Notwendigkeit, unser bewusstes, konstantes und untrennbares Einssein mit dem Absoluten Supreme zu entdecken, fühlen? Jetzt! Jetzt ist die Zeit zu sehen, jetzt ist die Zeit zu fühlen, jetzt ist die Zeit zu handeln, jetzt ist die Zeit zu werden. Jetzt ist die Zeit zu entdecken, was wir ewig sind.
Was sollen wir sehen? Schönheit innen, Schönheit außen.
Was sollen wir fühlen? Frieden im Innen, Frieden im Außen.
Wie sollen wir handeln? Liebe das Wirkliche im Menschen: Gott. Diene dem Wirklichen in Gott: dem Menschen.
Was sollen wir werden? Gottes vollkommene Instrumente.
Was sollen wir entdecken? Gottes Stille-Vision und Gottes Klang-Wirklichkeit.
Falls wir bis jetzt im Körper-Bewusstsein gelebt haben, ist jetzt die Zeit für uns gekommen, einen neuen Platz zum Leben zu finden. Ab jetzt wollen wir im Vitalen leben, in dem Vitalen, welches erschafft, und nicht in dem Vitalen, welches zerstört. Falls wir bis jetzt im Vitalen gelebt haben, ist jetzt die Zeit für uns gekommen, einen neuen Platz zum Leben zu finden. Ab jetzt wollen wir im Verstand (Mind) leben, in dem Verstand, welcher glaubt, und nicht dem Verstand, der ungläubig ist. Falls wir bis jetzt im Verstand gelebt haben, ist jetzt die Zeit für uns gekommen, einen neuen Platz zum Leben zu finden. Lasst uns ab jetzt im Herzen leben, in dem Herzen, welches sich ausdehnt, und nicht in dem Herzen, welches sich zusammen zieht. Wenn wir bis jetzt im Herzen gelebt haben, ist jetzt die Zeit für uns gekommen, einen neuen Platz zum Leben zu finden. Lasst uns ab jetzt in der Seele leben, in der Seele, die sich nach der Manifestation Gottes-Wirklichkeit auf Erden sehnt, und nicht in der Seele, die sich nicht um die Manifestation der Gottes-Wirklichkeit kümmert.
Falls wir bis jetzt in der Seele gelebt haben, ist jetzt die Zeit für uns gekommen, einen neuen Platz zum Leben zu finden. Lasst uns ab jetzt im Höchsten Gott leben: in dem Höchsten Gott, der uns sagt, dass Er uns genau so braucht, wie wir Ihn brauchen, und nicht in dem Höchsten Gott, der uns sagt, dass Er uns nicht braucht, während wir Ihn sehr wohl brauchen. Denn in der Tat sagt der wirkliche Höchste Gott dem Sucher, dass Er ihn unendlich mehr braucht als der Sucher Gott braucht. „Wie ist das möglich?“ fragt der Sucher. Gottes unmittelbare Antwort ist sowohl göttlich einfach als auch höchst überzeugend. Er sagt dem Sucher, dass sich der Sucher leider manchmal mit Furcht, Zweifel, Sorgen, Eifersucht, Unsicherheit und anderen ungöttlichen Kräften anfreundet. Daher ist es dem Sucher nicht möglich, sich stets der unendlichen Wahrheit bewusst zu sein, die ihm innewohnt. Es ist ihm nicht möglich, sich seines unendlichen Potentials, seiner unendlichen Möglichkeiten und seiner unendlichen Unvermeidlichkeiten bewusst zu sein. Der Sucher weiß nicht, was er eigentlich ist.
In Gottes Fall ist es jedoch so, dass Er, gerade weil Ihm Unendlichkeit, Ewigkeit und Unsterblichkeit stets zu Verfügung stehen, weiß, was der Mensch eigentlich ist. Der Mensch ist das Herz der Unendlichkeit, der Mensch ist der Atem der Ewigkeit, der Mensch ist das Leben der Unsterblichkeit.
Jetzt ist die Zeit für jeden aufrichtigen Sucher, einen ewig anhaltenden Durst und Hunger nach Gott zu entwickeln. Mit seinem ewig anhaltenden Durst und Hunger nach Gott auf der Erde wird er transzendieren, was er nicht ist: Unwissenheits-Nacht. Und mit seinem ewig anhaltenden Durst und Hunger nach Gott im Himmel wird er zur Erde herabsteigen, um Gott-Erfüllung im Leben und Gott-Vollkommenheit im Leben anzubieten.
Im Laufe der Jahrhunderte hatte jeder spirituelle Meister der höchsten Stufe etwas Einmaliges anzubieten. Vor viertausend Jahren bot Sri Krishna seine höchste Botschaft der Menschheit, der gesamten Welt an: „Immer wenn das Dharma, der Kodex der inneren Welt, verfällt und Gottlosigkeit die Oberhand gewinnt, wird Er (Gott), das Unendliche Bewusstsein, sich in menschlicher Form inkarnieren, um die ungöttlichen Neigungen in uns zu transformieren und die Göttliche Wirklichkeit in uns zu erfüllen“.
Dann stieg Lord Buddha vor zweitausendfünfhundert Jahren mit einer sehr besonderen Botschaft herab: „Der Mittlere weg. Schwelge nicht in den Vergnügungen der Sinne, und ziehe dich aber gleichzeitig nicht in die Askese zurück: weder Sinnes-Befriedigung noch Kasteiung der Sinne. Jeder Sucher muss die Balance finden, indem er dem Mittelweg folgt. Die Transformation unseres niederen Selbst und die Manifestation unseres höheren Selbst müssen zu ein und derselben Zeit geschehen, jedoch ohne seine Zuflucht in die Sinnes-Befriedigung oder in die Kasteiung der Sinne zu nehmen“. Dies war die Botschaft Buddhas.
Vor zweitausend Jahren kam Christus, der Erlöser in die Erdarena herab. Seine höchste Botschaft lautete: „Ich bin der Weg, Ich bin das Ziel.“ Hier bedeutet „der Weg“ Strebsamkeit, und „das Ziel“ bedeutet Erlösung. Es geschieht durch Strebsamkeit, dass man schließlich die höchste Erlösung erhält. Die heutige Strebsamkeit verwandelt sich in die morgige Erlösung.
Ich möchte einen weiteren spirituellen Meister der höchsten Kategorie erwähnen. Sein Name war Sri Chaytania. Seine Botschaft war Reinheit und Liebe – Reinheit in der Liebe, Liebe in der Reinheit. Wenn man Reinheit in der Liebe und Liebe in der Reinheit erreicht, dann genießt man auf göttliche Weise Wonne, welche unsere Quelle ist, unsere ewige (beständige) Quelle.
Vor Tausenden von Jahren boten die vedischen Seher der ehrwürdigen Vergangenheit eine bedeutende Botschaft an: „Aus der Wonne kamen wir ins Dasein, in die Wonne wachsen wir hinein, am Ende unserer Reise werden wir uns in die Wonne zurückziehen.
Sri Ramakrishna kam mit einer äußerst bedeutenden Botschaft. Seine Botschaft an die Menschheit lautete: „Weine, weine wie ein kleines Kind nach seiner Mutter. Das Herz eines Kindes kann leicht die Liebe, das Mitleid, die Göttlichkeit und die Unsterblichkeit der Mutter erobern. Weine, weine wie ein Kind, wie ein unschuldiges Kind. Die Höchste Mutter kann nicht anders als dir die Erleuchtung der höchsten Höhe zu gewähren.
Dann kam Sri Aurobindo mit seiner Botschaft des göttlichen Lebens, der Botschaft von der Transformation der Natur. Hier auf der Erde muss der physische Körper transformiert werden, hier auf der Erde muss die Botschaft des Göttlichen manifestiert werden. Die Transformation der menschlichen Natur, die Reinigung all seiner Glieder muss hier auf der Erde geschehen, so dass die Unsterblichkeit den ihr gebührenden Platz in der physischen Gestalt finden kann.
Seitdem haben viele spirituellen Meister hier im Westen und auch im Osten ihr Licht der strebenden Menschheit angeboten.
Jeder spirituelle Meister hat gemäß seiner eigenen Verwirklichung zu dieser Welt in ihrer Gesamtheit etwas beizutragen, gemäß seiner eigenen Empfänglichkeit und gemäß der Welt.
Im Zuge Seiner unendlichen Großzügigkeit hat Gott mir die Gelegenheit gegeben, der strebsamen Menschheit zu Diensten zu stehen. Wir haben unseren eigenen Weg, und das ist der Weg der Liebe, Hingabe und Selbstaufgabe. Für die Anhänger unseres Weges sind Liebe, Hingabe und Selbstaufgabe von höchster Bedeutung: göttliche Liebe, göttliche Hingabe, göttliche Selbstaufgabe.
Die Liebe, die bindet und verblendet, ist menschliche Liebe. Die Liebe, die sich ausdehnt und erleuchtet, ist göttliche Liebe.
Hingabe im Physischen ist nichts anderes als Verhaftung. Wenn wir der Welt der Sinne, der Unwissenheits-Welt hingegeben sind, ist es keine Hingabe, sondern Anhaftung. Wenn wir den Begriff „Hingabe“ verwenden, darf er nur auf das Göttliche in uns angewendet werden, auf die höchste Wirklichkeit in uns. Wir geben uns einem höheren Beweggrund, einem höheren Ideal hin.
Menschliche Selbstaufgabe ist das sich ausliefern eines Sklaven an seinen Herrn. Göttliche Selbstaufgabe ist die Auslieferung der eigenen unerleuchteten, dunklen, unreinen Wirklichkeit an die eigene, völlig erleuchtete, völlig vergöttlichte, völlig vervollkommnete Wirklichkeit.
Hier gibt sich das Niedere in uns der eigenen, höheren Wirklichkeit hin. Es ist keine uns aufgedrängte Selbstaufgabe, keine uns aufgezwungene Selbstaufgabe. Es ist eine Selbstaufgabe, die auf unserem Gefühl untrennbaren Einsseins mit unserem eigenen höheren Wirklichkeits-Dasein gründet. Das Endliche in uns liefert sich fröhlich, hingebungsvoll, seelenvoll und bedingungslos dem Unendlichen in uns aus. Der Regentropfen geht im mächtigen Ozean auf, verliert so seine Individualität und seine Persönlichkeit und wird selbst zum Ozean. Gleichermaßen werden wir, die wir jetzt im begrenzten Bewusstsein, gebunden im begrenzten Bewusstsein sind, eines Tages völlig losgelöst und befreit sein, und wir werden die ewige Freiheits-Wirklichkeit verwirklichen, die wir in der inneren Welt auf ewig sind.
Veröffentlicht am 9. April 2010 von stilledesherzens
Am 25. Februar ist in Dublin (Irland) der der europäische Zweig des World Harmony Runs mit einer offiziellen Zeremonie durch Dublins Bürgermeister, Emer Costello gestartet.
Mit einer voraussichtlichen Länge von etwa 24 000 Km führt der World Harmony Run heuer durch 49 europäische Länder. Die Abschlussfeier findet im September in Moskau statt, wo sich der europäische und der imApril gestartete asiatische Ableger zu einer großen Zeremonie treffen werden.
Veröffentlicht am 8. März 2010 von stilledesherzens
Die in Indien am weitesten verbreitete Religion ist der „Hinduismus“, der in Indien selbst eigentlich „Sanatana Dharma“, wörtlich „immerwährende Pflicht“ heißt (die Bezeichnung Hindu leitet sich aus dem Persischen ab, und bezeichnete das Volk hinter dem Fluss Shindu).
Im Gegensatz zu den anderen großen Weltreligionen geht der „Sanatana Dharma“ nicht auf eine einzelne Gründerpersönlichkeit zurück, sondern auf göttliche Offenbarungen, die verschiedene Rishis (Seher) und Weise im Laufe der Jahrhunderte erhalten haben und mündlich an ihre Schüler weiter gegeben haben. Im Laufe der Zeit wurden diese in den vier Veden schriftlich festgehalten (Rg-Veda, Yajur-Veda, Sama-Veda und Atharva-Veda). Alle vier Veden bestehen wiederum aus vier Schichten:
1. Samhitas: Sammlung von Lieder und Texten für das Opfer
2. Brahmanas: Priesterhandbücher (Opfertheologie)
3. Aranyakas: Waldbücher (hier beginnt der Ausstieg aus der Gesellschaft), mystische Geheimlehren, die im Wald gelehrt wurden.
4. Upanishaden: Geheimlehren die im direkten Austausch zwischen Lehrer und Schüler vermittelt wurden.
Diese vier Veden umfassen den gesamten Lebensbereich, und die spirituelle Essenz dieser Veden findet sich in den Upanishaden wieder.
Es gab viele Urheber der Upanishaden, doch kamen sie nicht ausschließlich aus der Priesterkaste. Es waren Dichter mit Lichtblitzen spiritueller Weisheit, und ihr Ziel war es, einige wenige ausgewählte Schüler zur Befreiung zu führen, welche sie selbst erlangt hatten. Gemäß einigen Gelehrten ist die Hauptfigur in den Upanishaden Yajnavalkya, der große Weise, der die Lehre „Neti – Neti“ (nicht dieses, nicht jenes) vertrat, die Sichtweise, dass „Wahrheit einzig durch die Verneinung aller Gedanken über sie gefunden werden kann“. Weitere wichtige Weise der Upanishaden sind Uddalaka Aruni, Shewtaku, Shandilya, Aitareya, Pippalada und Sanat Kumara. Viele frühere vedische Lehrer wie Manu, Brihaspati, Ayasa und Narada werden auch in den Upanishaden erwähnt.
Der Begriff Upanishad bedeutet wörtlich „sich niederlassen bei“ oder „nahe bei (jemandem) sitzen“ und meint, genau auf die mystischen Lehren eines Gurus zu hören, welcher die grundlegenden Wahrheiten des Universums erkannt hat. Er deutet auf eine Zeit hin, in welcher Gruppen von Schülern nahe bei ihrem Lehrer saßen und von ihm in der Stille von Wald-Ashrams oder Einsiedeleien die geheimen Lehren lernten. Eine weitere Bedeutung von Upanishad ist „Brahma-Erkenntnis“, durch welche Unwissenheit ausgelöscht wird.
„Die Upanishaden bieten der ganzen Welt die höchste Erkenntnis des erwachten und erleuchteten Hindu-Lebens an. (…) Die Upanishaden werden auch als Vedanta bezeichnet. Die wörtliche Bedeutung von Vedanta lautet ‘das Ende der Veden’. Aber die spirituelle Bedeutung von Vedanta ist ‘das Beste der Veden, der Kern der inneren Lehre, das Ziel, der Zweck des inneren Lebens“ (Sri Chinmoy, Princeton University, New Jersey, 22.Okt.. 1971).
„Die Upanishaden sind Vedanta, ein Buch des Wissens in einem höheren Grad noch als die Veden, aber Wissen in der tiefer gehenden, indischen Bedeutung des Begriffes, Jnana. Und da es nur durch ein ganzheitliches Erkennen des Selbst möglich ist, dass diese Art des direkten Wissens vollständig gemacht werden kann, war es das Selbst des Vedanta, welches die Weisen zu erkennen, darin zu leben und damit eins zu werden versuchten. Und durch dieses Bestreben gelang es ihnen leicht zu erkennen, dass das Selbst in uns eins ist mit dem Universellen Selbst in allen Dingen, und dass dieses Selbst außerdem das gleiche ist wie Gott und Brahman, ein transzendierendes Sein oder Existenz, und sie erblickten, fühlten und lebten in der innersten Wahrheit des menschlichen inneren und äußeren Daseins durch das Licht dieser einen und vereinenden Vision. Die Upanishaden sind epische Hymnen der Selbst-Erkenntnis, Welt-Erkenntnis und Gott-Erkenntnis.“ (Sri Aurobindo, 1872 – 1950.)
Zwischen dem 22.Oktober 1971 und dem 1.März 1972 hielt Sri Chinmoy an verschiedenen Universitäten der USA dreizehn Vorlesungen über die Upanishaden, gefolgt von sieben weiteren Vorlesungen über die Veden.
Hier nun noch ein paar Auszüge aus diesen Vorlesungen.
„Die Upanishaden bieten uns Selbsterkenntnis, Welterkenntnis und Gotterkenntnis an. Selbsterkenntnis ist Selbst-Entdeckung. Nach der Selbst-Entdeckung müssen wir fühlen, dass die Welterkenntnis in uns liegt, und wir müssen in die Welterkenntnis hinein wachsen. Dann kommt eine Zeit, wenn wir den Besitzer der Welterkenntnis kennen, und dann haben wir Gotterkenntnis. Wir müssen in diese Gotterkenntnis eintauchen, welche der Besitzer des Universums ist.“ (Sri Chinmoy, N.Y. University, 17. Nov. 1971)
„Jede Upanishade ist die Entfaltung des höchsten Wissens, welches, wenn es einmal spirituell erlangt wurde, nie mehr verloren geht.
Gemäß den Upanishaden lebt das gesamte Universum des Handelns, mit seinen kurzlebigen Zwecken und Zielen, in den Fängen der Unwissenheit. Es ist das Wissen um das höchste Selbst, welches die jahrtausende alte menschliche Unwissenheit zerstören und das Erd-Bewusst-sein mit dem Licht und der Glückseligkeit des ewig über sich selbst hinauswachsenden und ewig sich selbst ausdrückenden Jenseitigen überfluten kann.
(…)
Selbstverwirklichung ist im Augenblick von allerhöchster Bedeutung. Für die Selbstverwirklichung benötigen wir lediglich vier Dinge. Als erstes brauchen wir die Hilfe der Schriften, dann einen Führer, desweiteren yogische Disziplinen und, schließlich, Gottes Gnade.“
(Sri Chinmoy, University of California at Berkley, 7. Nov. 1971)
„Die dreizehn wichtigsten Upanishaden sind: Isa, Katha, Kena, Prasna, Mundaka, Mandukya, Chandogya, Brihdadnyaka, Taittiriya, Aitareya, Svetasvatara, Kaivalya und Maitri.
Gemäß unserer indischen Tradition gab es einst 1180 Upanishaden. Davon wurden 200 Upanishaden bekannt, und 108 dieser Upanishaden sind bis heute überliefert. Wenn ein Sucher einen Hauch von Wahrheit, Licht, Frieden und Wonne erhaschen möchte, dann muss er diese 108 Upanishaden eifrig studieren.
Wenn ein echter Sucher, ein wahrhaftiger Sucher, von den Upanishaden Licht in größter Fülle erhalten möchte, dann muss er die dreizehn wichtigsten Upanishaden studieren. Wenn er die wichtigsten Upanishaden studiert, und gleichzeitig die Wahrheit, welche diese Upanishaden verkörpern, leben will, dann wird er in der Lage sein, das Gesicht des Göttlichen und das Herz der Wirklichkeit zu sehen.“ (Sri Chinmoy, Princeton University, New Jersey, 22.Okt.. 1971)
Veröffentlicht am 3. November 2009 von stilledesherzens
Vom 1.11 bis 8.11.2009 findet eine Neuauflage der letztjährigen, äußerst erfolgreichen „Songs of the Soul“-Konzertreihe statt, bei der man unterschiedlich(st)e Interpretationen der Meditationsmusik von Sri Chinmoy erleben kann.
Mit von der Partie sind dieses Mal Adesh & Ajita, Agnikana´s Group, Arthada & Friends, Gandharva Loka Orchestra, Mandu & Visuddhi, Matthijs Jongepier, Parees International Singers, Pavaka u.a.
Dieses Jahr finden die Konzerte in folgenden Städten statt:
1.11. Zlin, 2.11. Bratislava, 3.11. Budapest, 4.11. Györ, 5.11. Wien, 6.11. Maribor, 7.11. Ljublijana, 8.11. Salzburg, 9.11. Graz.
Der Eintritt für sämtliche Konzerte ist wie immer kostenlos, es werden allerdings Tickets benötigt, die man sich auf alle Fälle rechtzeitig bestellen sollte – mehr Infos (inkl. Hörproben) gibt´s unter
Das von Deutschland aus am leichtesten zu erreichende Konzert ist sicherlich das am Sonntag, dem 8.11. um 19 Uhr beginnende Konzert im „Republik“ in Salzburg. Dies könnte man mit einer Besichtigung der wunderschönen Mozartstadt und einem Besuch im fantastischen vegetarischen Cafe „The Heart of Joy“ verbinden.
Veröffentlicht am 29. Oktober 2009 von stilledesherzens
Sri Chinmoy Statue in Prag
Foto by Kedar
Am Freitag, dem 23.10.2009 wurde in Prag eine lebensgroße Statue des spirituellen Meisters, Musikers, Künstlers und Visionärs Sri Chinmoy eingeweiht. Die Bronze-Statue steht auf dem Gelände des Museums Kampa, direkt am Ufer der Moldau. Die Statue wird bereits von vielen Einheimischen und Touristen positiv aufgenommen, und gerne lässt man sich zusammen mit der Statue des mit gefaltenen Händen dargestellten indischen Meditationslehrers fotografieren.
Gefertigt wurde die Statue vom englischen Bildhauer Kaivalya Topy.
Dies ist nun bereits die zweite Statue von Sri Chinmoy auf europäischem Boden, nachdem am 27.Oktober 2007 in Oslo die erste Statue von Sri Chinmoy eingeweiht wurde. Der stellvertretende Bürgermeister von Oslo, Svenn Kristiansen, bemerkte damals anläßlich der Zeremonie: „Sri Chinmoys Leben gänzlich der Förderung von religiöser Harmonie und religiösem Einssein zwischen den Völkern und Nationen gewidmet“.
Veröffentlicht am 6. Oktober 2009 von stilledesherzens
Sri Ramana Maharshi wurde als Venkataraman am 30.12.1879 in Tiruchuli, Tamil Nadu in Südindien geboren.
Im Alter von 16 Jahren machte Ramana Maharshi, obwohl körperlich gesund, eine Todeserfahrung, welche seine Aufmerksamkeit ins Selbst zog, und die ihn erkennen ließ, dass er unsterbliches, göttliches Bewusstsein war. Dieses Gewahrsein verließ ihn ab diesem Zeitpunkt nicht mehr.
Etwa sechs Wochen später verließ er sein zu Hause (er lebte seit ca.4 Jahren in Madurai) und lebte bis zu seinem Tod in Tirunvanamalai am heiligen Berg Arunachala, welcher als Sitz des kosmischen Gottes Shiva bekannt ist.
Sri Ramana Maharshi
Bis 1922 lebte er in verschiedenen Höhlen am Berg, ehe nach dem Tod seiner Mutter, die 1916 zu Ramana Maharshi gezogen war, ein Ashram am Fuße des Berges errichtet wurde. Hier verbrachte Ramana Maharshi sein restliches Leben, ehe er am 14.April 1950 an Krebs starb.
Sri Ramana Maharshi lehrte den Weg der Selbstergründung (Vichara), die Frage „Wer bin ich?“ ist der Schlüssel zur Selbstverwirklichung.
Hierbei fragt man sich bei jedem Gedanken und jeder Empfindung, wer diesen Gedanken/Empfindung hat. Die Antwort darauf lautet „ich“. Wenn man nun dieses „ich“ zu seiner Quelle zurück verfolgt, so gelangt man zum wahren Ich, welches im Herzen (Hridayam) seinen Sitz hat, und welches der Sitz von höchstem inneren Frieden und Glückseligkeit ist. Wenn man diese Praxis stetig übt, wird der Verstand/Geist im Laufe der Zeit immer ruhiger und nach innen gelenkt, so dass man schließlich den Zustand der Selbstverwirklichung erreicht.
Veröffentlicht am 5. Oktober 2009 von stilledesherzens
Sri Chinmoy wurde am 27.08.1931 in Shakpura, Chittagong in Indien (heute Bangladesch) als Chinmoy Kumar Ghose geboren. Im Alter von zwölf Jahren trat er, nachdem er Vater und Mutter verloren hatte, mit seinen Geschwistern in den Sri Aurobindo Ashram ein.
Unter der direkten Anleitung von Sri Aurobindo und „der Mutter“ (Mira Alfassa) vervollkommnete er dort seine Meditation. Er wurde außerdem u.a. in Sport, Musik und Kunst ausgebildet, fiel durch herausragende sportliche Ergebnisse und eine besondere dichterische Begabung auf. Er arbeitete u.a. als Tellerwäscher, Elektriker und während seiner letzten Jahre im Ashram als Sekretär von Nolini Kantra Gupta, einem bengalischen Schriftsteller.
Im Jahr 1964 verließ er, seiner inneren Stimme folgend, den Sri Aurobindo-Ashram in Pondicherry und flog nach New York, um dort den integralen Yoga dem Westen anzubieten. In den siebziger Jahren wurde Sri Chinmoy von der UNO eingeladen, zweimal wöchentlich Meditationen für die Angestellten der UNO zu leiten.
Sri Chinmoy
Foto by Kedar
Sri Chinmoy war der Gründer World Harmony Runs, welcher eine Fackel durch nahezu alle Länder dieser Erde trägt und somit ein aktiver Beitrag zur Völkerverständigung ist. Er möchte alle Teilnehmer dazu inspirieren, mit der Harmonie bei sich selbst zu beginnen, und mit Hilfe der Fackel wird diese Harmonie und der gute Wille an unsere Mitmenschen weiter getragen.
Desweiteren gab Sri Chinmoy über 700 kostenfreie Konzerte für Harmonie und Frieden und ist der Initiator der Hilfsorganisation Oneness Heart-Tears and Smiles, welche Hilfsgüter in viele bedürftige Länder versendet.
Am 11.Oktober 2007 ist Sri Chinmoy im Alter von 76 Jahren in einem Haus in Queens, New York verschieden.
Sri Chinmoy lehrte einen integralen Yoga, welcher die Akzeptanz der Welt bedeutet, mit dem Ziel, das Negative, die Unwissenheit, schrittweise zu transformieren und somit seiner göttlichen Bestimmung näher zu bringen. Dieser integrale Yoga beinhaltet, täglich eine gewisse Zeit mit Meditation auf das spirituelle Herz, dem Sitz der Seele, zu verbringen, sowie den Körper durch sportliche Aktivitäten zu stärken und eine Transformation des Vitalen, indem das emotional-triebhafte in eine Quelle der Keativität und Dynamik verwandelt wird. Auch der Verstand wird durch Beschäftigung mit spiritueller Literatur in ein göttliches Instrument verändert. Auch spirtuelle Musik hat eine postive Wirkung auf die spirituellen Sucher.
Dieser ganzheitliche (=integrale) Transformationsprozess kann jedch nur gelingen, wenn wir behutsam, Schritt für Schritt, aber auch stetig und beharrlich an uns arbeiten. Wenn diese Transformation abgeschlossen ist, sind wir zu einem reinen, Kristall-gleichen Instrument unserer Seele geworden, das seiner göttlichen Bestimmung vollkommen gerecht werden kann.